Gestern kam ja noch die Wohnungsübergabe dazwischen. Die lief dafür grandios unproblematisch. Das Vermieterpaar vollte uns gar nicht von dannen ziehen lassen: "Ach wie toll sie das hier alles hinterlassen haben, Frau fishy! Besenrein ist ja gemeinhin ein sehr dehnbarer Begriff... Ich hätte ihnen einen Blumenstrauß mitbringen sollen!." oder "So tolle Mieter bekommt man ja heute selten!" "Sollten sie mal in der Gegend sein, kommen sie auf einen Kaffee vorbei!" "Lassen sie, ich trag ihnen das runter." und in einem Fort so weiter. Man machte sich auch Sorgen, ob wir in der neuen Wohngegend denn auch Anschluss fänden... Ich hab nur gestaunt. Und das, obwohl wir gerade mal zum Anlass des ein oder anderen Reparaturbedarfs in all den Jahren Kontakt hatten.
Nach über 24 Stunden jammernd im Baum wurde Luzie heute morgen durch den heldenhaften Einsatz eines mutigen Nachbarn, der im Besitz einer langen Leiter war, gerettet. Bin erleichtert und geschafft.
Irgendwan musste es ja passieren. Aber schon jetzt? Luzie, der Schrecken der Hintergärten, sitzt auf einem Baum im Nachbargarten fest. In einschlägigen Foren rät man allerdings dazu, Ruhe zu bewahren, es seien noch keine Katzenskelette auf Ästen entdeckt worden... Abwarten, immer wieder locken und sonst zur Not tatsächlich die Feuerwehr anrücken lassen - obwohl das auch in vielen Fällen nicht helfen konnte, wie ich nachgelesen habe. Shit.
Langsam wär mal die Zeit gekommen, feucht durch zu wischen. Immerhin kann man nun wieder den überwiegenden Teil des Bodens sehen. Und die Umzugshelfer und Küchenaufbauer sind auch durch. Aber ich hab soooooo keine Lust. Vielleicht morgen.
Küche steht, hat aber zwei verscheidenen Arbeitsplatten - irgendwas ist ja immer... :) Zumindest wird die falsche irgendwann in den nächsten Wochen ausgetauscht werden.
Das Gästebett beherbergt z. Zt. noch 30 auseinander gefaltete Kartons, Samstag muss die alte Wohnung in besenreinen Zustand gebracht und übergeben werden - ich glaub, ich gönn mir mal die Durchhängepause.
Angekommen! In den letzten heftigen Großkampftagen viel, aber noch längst nicht alles ausgepackt, ziemlich unsortiert. Müde. Glücklich. Ein Sofa zu viel, unzählige Regale zu wenig. Katzen inzwischen auch eingezogen und nicht mehr verwirrt. Blauer Himmel, Sonnenlicht im Arbeitszimmer. Schon zwei Überraschungsbesuche. Großartig.
Morgen kommt die Küche. Dann kein Camping-Abwasch im Mini-Waschbecken der Gästetoillete mehr.
Der Spanier mit Kiesgartenterasse im Veedel ist ein Gourmet-Tempel. Freu mich auf alles, was noch kommt.
Letztes ruhiges Frühstück vor den Großkampftagen. Morgen wird nichts mehr wie vorher sein. Bis bald aus einem neuen Theater! :)
L'ultima volta italiano con la grandiosa Tiziana.
Man fällt das schwer in die Pötte zu kommen....
wieder weg. Muss aber - kleine Katzenmäuler sind hungrig. Noch 9 Tage.
IKleines Glück. Ich lebe auf. Fühle mich endlich wieder alterslos. Stadtleben um die Ecke und trotzdem grün und ruhig hier. SomaFM quakt aus dem Laptop, mampfe ein in der Fremde erjagtes Biobrötchen - es könnte mir nicht besser gehen...
In der neuen Wohnung.
Notlager aufgebaut. Matratze auf dem Boden, wackelndes Campingtischchen, Klappstühle, Kaffeemaschine.Basisversorgt.
Mittags Wohnungsübergabe. Vermieter war eine Erscheinung.Hat ununterbrochen im tuntigen Säuselton geredet. Einer dieser Familienväter, die entweder nicht wissen, dass sie schwul sind oder ein Doppeleben führen.
Am Nachmittag lag dann bereits Kabel-TV, Telefon & Internet. Letzteres funktioniert offenbar, in Ermangelung der Geräte lässt sich der Rest erst später testen.
Grieche, Italiener, Asia-Imbiss, Bäcker, Apotheke und Kiosk um die Ecke. Beim Griechen testgegessen - verbesserungswürdig, aber macht satt.
In der blauen Stunde nun im Monitorschein an der offenen Terassentür höre ich Schwalben, Tauben, Amseln und das Piepen einer fertigen Waschmaschine aus dem Keller. Letzteres wird sicher noch öfter nerven. Blöd.
Mir merken, was in der ersten Nacht geträumt wird, soll ja irgendetwas zu bedeuten haben, sagt man.