Die Aussortiererei nimmt kein Ende. Im Flur stehen schon wieder (diesmal unzählige) Müll- und Altpapiertür, aus anderen Ecken aufgetauchter weiterer Elektroschrott und Sperrmüll und viiiiele gelbe und Altkleidersäcke. Das muss alles noch diese Woche weg. Das Fatale ist, es sieht deshalb hier nicht leerer aus... Jetzt hab ich Rücken.
Gestern wollte ich doch bloß schnell eine klitzekleine Küche beim gelb-blauen Möbelhaus (zeitlich-logistisch hatte ich leider keine andere Wahl) bestellen. Nach vier Stunden Planung, in denen ich drei Fachkräfte verschlissen hatte - einer vernebelte mir neben seinem unglaublichen Mundgeruch und Aussagen wie "Nicht lieferbar." "Ausverkauft". "Modellwechsel."" Die Spüle müssen sie jetzt schon von hier mitnehmen." mein mit Stützwangen, Vollauszügen und Sockelblenden überfordertes Hirn - stolperte ich hungrig zum Köttbullar, um mich für die bevorstehende Entsorgung einer Autoladung Elektroschrott zu stärken.
Dazu fuhr ich zum nächstgelegenen Wertstoffhof, leerte die fünf großen Umzugskartons und schmiss die drei PC-Bigtower schwungvoll in den bereitgestellten Container. Der König des Entsorgungsreiches städtische Mitarbeiter hielt mir am Grenzzaun Ausgang einen Zettel mit den Worten unter die Nase: "Hier eintragen!" - ich kritzelte brav Namen und Straße hin, er schaute drauf: "Wo soll das sein?" "Das liegt im Nachbarort." Strenger Blick - "Sie dürfen hier gar keinen Müll abladen!"
Da hab ich ihm die Wahl gelassen: "Wohne ich dann woanders, oder war ich gar nicht hier?" Pause. "Sie waren nicht hier."
Ich hab ihm noch einen wunderschönen Tag gewünscht.
Jetzt ist es offiziell - Tinte ist getrocknet, Spediteur bestellt. Die letzten 16 Tage im Vordertaunus brechen an.
Diese nassen Herbststürme und die heutige Mattheit kann ich nun wirklich nicht gebrauchen. Doh.
Darauf erstmal eine Hühnerbrühe.
ist doch gaaanz einfach, bin nämlich schon wieder hier. Jetzt kann ich mir auch das amerikanische "Europe in a day" vorstellen.
los zu fahren werde ich wohl nicht schaffen, aber vielleicht danach.
Der bevorstehende Umzug (wir warten allerdings noch auf die Unterschrift des Vermieters...) bringt auch solch angenehme Nebeneffekte wie das Ausmisten von Stauräumen, in unserem Falle Drempel, mit sich. So heute geschehen. Fast wie bei einem kleinen Umzug ergab das prall gefüllte:
4 gelbe Säcke
5 Restmülltüten
10 Altpapiertüten
5 große Umzugskartons mit Elektroschrott
3 PC-Gehäuse
1 Spermüllstapel
die jetzt statt des Espressos in der Garage residieren und auf den Transport zum Wertstoffhof warten.
Morgen mal eben ein paar Autobahnkilometer nach NRW zum Ausmessen der Küche, danach ein paar Autobahnkilometer zurück nach Hessen. Kampfwoche Nr.2 beginnt.
"Werdet endlich flügge!" möchte ich die
Brut (schon die dritte dieses Jahr, wie die Karnickel...) im First der Loggia anbrüllen, die mich seit Tagen ab 4:30 Uhr mit ununterbrochenem Gefiepe terrorisiert.
Aber niemand möchte Hotel Mama verlassen. Faules Pack.
Wenn der Schotte nicht da ist, nehmen die Mücken mein Blut.
Etwas spät für einen
Programm-Tipp, aber vielleicht wird es ja noch mal wiederholt... Über Sex zu reden ist meist anstrengend, nervig oder langweilig - aber bei ARTE habe ich mich heute Abend wunderbar unterhalten!
in eine Kampfwoche bei 36°C.
Kann losgehen.
Heute gehört:
Gemüsebirne
Hatschi. Vielleicht gibt's noch nen schönen Spätsommer.
Mündliche Zusage. Es geht los. Obwohl ich es erst wirklich glaube, wenn die Tinte auf dem Vertrag getrocknet ist.
Euphorie und Angst vor dem Umzugshorror wechseln sich ab. Wechselbäder sollen ja den Kreislauf anregen...