Freunde und Helfer
Anwohner, so erfuhr ich von einer jungen Beamtin, hatten die Polizei gerufen, die wiederum die Feuerwehr alarmierte. Offensichtlich war nun keine Rede mehr vom Abwarten bis zum nächsten Tag, die Nachtwachenbesetzung schien sichtbar motivierter und baute zu siebt (!) in ihrer schicken hellroten Montur bereits die dreiteilige Riesenleiter zusammen. Mit den zwei Polizisten waren wir also nun zu zehnt. Kurzzeitig überfiel mich im Scheinwerferlicht zwischen all den Beamten in Nachbars Garten der Impuls Kekse und Glühwein zu verteilen, man soll ja die Feste feiern, wie sie fallen. Doch Luzies Gekrächze (leichte Verbrauchsspuren an den Stimbändern hatten ihre Spuren hinterlassen) holte mich zurück aus dieser Vision.
Nachdem der Einsatzleiter sich vom ordnungsgemäßen Anlehnen der Leiter am Baum vergewissert hatte, waltete der Katzenretterprofi seines Amtes und innerhalb kürzerster Zeit war er auf der letzten Sprosse, griff die Felldame gekonnt im Nacken und begab sich umgehend mit Luzie auf der Schulter auf den Abstieg. Ich lieferte die Ausreißerin zu Hause ab, um den glorreichen Sieben und dem
In ausgelassener Stimmung wurde das Gerät wieder aufgeladen, man schwätzte noch ein Weilchen, freute sich über den guten Ausgang dieses Einsatzes, nahm meine Personalien auf und teilete mir mit, dass die Aktion keine Kosten nach sich zieht. Da wird wohl eine Kleinigkeit für die Kaffeekasse der Wache fällig :)
Heute morgen war doch froh, dass wir nicht noch die Nacht Abwarten mussten, denn hier liegt der erste Schnee dieses Winters.





